Autor Thema: Unser Geldsystem (Matthias)  (Gelesen 58699 mal)

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #75 am: 05. März 2011, 23:48:54 »
#75: Re: Mumken: Präsentation 2 Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 22 Sep 2010 20:24
    —

Tommy wrote:
Hallo Mumken,
ich hab versucht deine Präsentation zum laufen zu bringen, aber bei open office hab ich probleme mit dem Ton und einige Folien scheinen sich auch noch zu überlagern.


Hallo Tommy,

ich habe mich jetzt entschlossen die Präsentation doch in einen Flash- Film umzuwandeln. Dieser kann dann mit jedem Flash- Player, wie auch zum Anschauen von YouTube- Filmen erforderlich, angesehen werden. Es sind dann auch keine Synchronisationsprobleme mehr zu erwarten. Ich habe jetzt einige Zeit nichts von mir hören lassen, da sich das Auffinden von geeigneten Werkzeugen im Internet als sehr aufwändig und zeitraubend erwiesen hat.

Die Einbindung der PDF- Anwendung in Deinen Blockbeitrag finde ich sehr gut gelungen. Der Inhalt ist sehr interessant. Ich bin mir jedoch noch etwas unsicher was die Auswirkungen und Realisierungschancen betrifft.

Die Umwandlung meiner Powerpoint Präsentation in PDF- Seiten hätte für mich den Nachteil, dass die Animation total verloren ginge. Gerade auf diese hatte ich Wert gelegt um beim Zuhören auch das Auge etwas zu beschäftigen.

Die überarbeiteten Flash- Filme zu Teil 1 und 2 werde ich in den nächsten Tagen hochladen.

Nochmals danke für Deine Hilfe.

Beste Grüße
Mumken

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #76 am: 05. März 2011, 23:49:03 »
#76: Das Geldrätsel und Tina Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 02 Oct 2010 18:45
    —
Nach dem lange angekündigten kurzfristigen Hochladen meiner Präsentationen als Flash- Filme nun endlich die Umsetzung. Die erforderlichen Programme zu finden und dann auch anzuwenden war schon sehr zeitraubend. Ich hoffe dass ich jetzt wieder etwas mehr Zeit auf die Inhalte verwenden kann.
Den Titel habe ich geändert in

„Das Geldrätsel und Tina“

Im Teil 1 habe ich die Einleitung komplett überarbeitet und auch den Begriff „Giralgeld“ nur noch auf Geschäftsbanken bezogen.
http://www.imagenetz.de/f64003953/DasGeldraetsel01.flv.html
Bitte hier nur die Schaltfläche „File Download“ betätigen.

Aus Teil 2 habe ich die erste Folie „Buchgeld/Giralgeld“ entfernt und überarbeitet zu Teil 1 hinzugefügt.
http://www.imagenetz.de/fadc0ccb8/DasGeldraetsel02.flv.html

Beide Flashfilme (je ca. 15 min) habe ich bei Imagenetz.de hochgeladen, da ich der Meinung bin, dass sie als Rohfassung noch nicht für YouTube geeignet sind.
Der einzige Nachteil bei Imagenetz.de besteht darin, dass ich einen Film erst komplett herunterladen muss bevor ich ihn mir ansehen kann. Ansonsten gehe ich davon aus, dass die Lösung über Flashfilme die bessere Alternative darstellt.

Über Kommentare und Verbesserungsvorschläge würde ich mich sehr freuen.

Mit besten Grüßen
Mumken

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #77 am: 05. März 2011, 23:49:13 »
#77: Re: Das Geldrätsel Author: Neuer, Location: Lübeck  Posted: 05 Oct 2010 8:00
    —
Hallo Rudi,

habe mir die Dateien herunter geladen. Hoffe sie mir am Wochenende in Ruhe anschauen zu können.


Beste Grüße, Matthias

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #78 am: 05. März 2011, 23:49:27 »
#78: Re: Das Geldrätsel Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 05 Oct 2010 19:55
    —

Neuer wrote:
Hallo Rudi,

habe mir die Dateien herunter geladen. Hoffe sie mir am Wochenende in Ruhe anschauen zu können.
.....


Du hattest Dir die Dateien ja schon im Powerpoint angesehen. Neu für dich ist deshalb nur Teil 1, Folie 1 bis 8 und die beiden letzten Folien. Teil 2 musst Du Dir deshalb nicht antun da diese unverändert übernommen wurden.

Vielen Dank für Deine Zeit.

Grüße Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #79 am: 05. März 2011, 23:49:41 »
#79: Re: Geld frisst Welt Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 05 Oct 2010 21:01
    —

Tommy wrote:
Hallo Mumken,
Es freut mich, dass ich dir mit den Dateien weiterhelfen konnte.
Mir hat die Sendereihe auch sehr gut gefallen.

Tommy


Hallo Tommy,

ich habe beim ORF angefragt ob ich die Erlaubnis bekäme, Teile aus der Sendereihe, bei Nennung des ORF als Quelle, zu verwenden. Eine nichtkommerzielle Anwendung wurde von mir zugesichert.
Dem wurde, entgegen meinen Erwartungen, umgehend ohne jegliche sonstige Einschränkungen zugestimmt. Ich finde das toll und werde bei den weitern Teilfilmen davon Gebrauch machen. Ohne Deinen Hinweis wäre ich nie zu dieser Quelle gekommen.

Nochmals Dank und eine schönen Abend,
Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #80 am: 05. März 2011, 23:49:52 »
#80: Re: Das Geldrätsel und Tina Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 05 Oct 2010 21:22
    —
Im Vorfeld zu Teil 3, Geldschöpfung, habe ich mich mit dem Buch "Das Geldsyndrom" von Helmut Creutz beschäftigt. Auch wenn er sich mit vielen Aspekten rund ums Geld sehr ernsthaft auseinandergesetzt hat so sind doch einige Ansätze m.E. nicht geeignet den Begriff Geld allgemeinverständlich und den heutigen Gegebenheiten entsprechend angepasst zu erklären.

Die Auflage Nr. 4 ist übrigens auch im Internet verfügbar.

http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/pdf/gs.pdf

Ich habe mir die überarbeitete Auflage Nr. 5 gekauft. Interessant ist es, sich die Unterschiede etwas näher anzusehen.

In der 4. Auflage lässt Herr Creutz unter dem Begriff „Geld“ nur Bargeld zu. Erst in der 5. Auflage wird auf Seite 59 Zentralbankgeld- Guthaben erwähnt. Nun zählt auch dieses „Buchgeld der Zentralbank“ zu der Menge „Geld“, nicht aber Geschäftsbankenbuchgeld.

Zitierte Aussagen von Geldfachleuten untersucht er aber nicht auf deren Verständnis von Geld und gelangt somit zu eigenen Aussagen, die auf Basis einer Mischung unterschiedlicher Begriffsbestimmungen entstehen. Hieraus erwachsen dann teilweise nicht mehr zu entwirrende Behauptungen.

Unter diesem verengten Begriff des Geldes ist auch seine Aussage zu verstehen, dass eine Geldschöpfung der Geschäftsbanken nicht existiert.

Ein grundsätzliches Problem bei der Erklärung von Geld besteht darin, dass die Wissenschaft sich mittlerweile von den Begriffen, welche sich der Normalbürger im Umgang mit Geld eingeprägt hat, entfernt. Sie entwickelt eigene Begriffe, welche sich jedoch ausschließlich für die Erklärung ihrer eigenen Gedankenmodelle eignen und nichts mehr mit der Erfahrung des Normalbürgers zu tun haben sondern vollkommen abstrakt sind. Auch wenn man dies nicht als bewusste Abhebung der wissenschaftlichen Denkweise von der Erfahrungswelt der Normalbürger ohne eine Volks- oder Betriebswirtschaftliche Ausbildung ansehen mag so wäre doch eine allgemeinverständlichere Modellbeschreibung in einem so wichtigen Thema sehr wichtig.

Beispiel:
Ich gehe zu meiner Bank und leihe mir 20.000 Euro zum Kauf eines neuen Autos. Nach der modernen Volkswirtschaftslehre bin ich als Kreditnehmer der Bank damit derjenige der 20.000 Euro geschöpft, d.h. erschaffen hat. Komisch, davon habe ich ja gar nichts bemerkt, ich habe mir doch nur Geld geliehen. Dass die Bank dieses Geld ja überhaupt nicht besitzt und der Vorgang auf Grund dessen Kreditgeben heißen muss kann ich als Kunde doch nicht wissen.

Könntet Ihr dieser Sichtweise zustimmen?

Da ich mir nicht anmaße alles besser zu wissen benötige ich unbedingt ein Feedback.

Jede Antwort ist willkommen!

Beste Grüße am Abend
Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #81 am: 05. März 2011, 23:52:24 »
#81: Neues Geld - Neue Welt Author: Tommy, Location: München  Posted: 05 Oct 2010 23:15
    —
Neues Geld - Neue Welt
von Tobias Plettenbacher

Die drohende Wirtschaftskrise - Ursachen und Auswege
In Buchform im Planet Verlag erschienen

Hallo Mumken,
eigentlich hab ich ein Textdokument der Serie "Geld frisst Welt" gesucht und bin stattdessen auf dieses Dokument gestossen.
Ich hab die ORF Reihe nach Jahren wieder angehört und muss auch sagen sie ist aktueller denn je... Gut dass sie so offen mit den Daten umgehen.

Abendliche Grüße aus München!

<div><strong><a>Neues Geld - Neue Welt</a></strong><div>View more <a>presentations</a> from <a>Tost68</a>.</div></div>

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #82 am: 05. März 2011, 23:52:34 »
#82: Re: Das Geldrätsel und Tina Author: Neuer, Location: Lübeck  Posted: 06 Oct 2010 7:54
    —

Mumken wrote:
Unter diesem verengten Begriff des Geldes ist auch seine Aussage zu verstehen, dass eine Geldschöpfung der Geschäftsbanken nicht existiert.
...
Da ich mir nicht anmaße alles besser zu wissen benötige ich unbedingt ein Feedback.


Hallo Rudi, wie es der Zufall so will, ist Creutz gerade das Thema bei liebeangelamerkel.de:

http://www.liebeangelamerkel.de/?page_id=647#comment-1663

Es beginnt am Dienstag den 28. September und endet gestern (also aktuell Kommentar 7 - 1).

So groß die Verdienste von Herrn Creutz sind, so sehr hat er das Wesentliche leider nicht erkannt bzw. geleugnet.

Letztlich ist es noch immer eines der Grundprobleme, dass Menschen TATSÄCHLICH glauben, dass Geld nur eine Banknote oder Münze ist.

Ein Herr Rudi Czop formuliert das sehr treffend folgendermaßen:

"Vergleichen Sie diese Creutz-Truppe mit Ochsenhirten die ihr ganzes Hirtenleben mit weißen Ochsen verbrachten. Und wenn diese Hirten dann auf ihrer Ochsenbutterfahrt, zum ersten mal, einen schwarzen oder braunen Ochsen zu Gesicht bekommen, werden diese von Inzucht geschädigten Hirten jederman erklären, dass seien keine Ochsen, denn Ochsen sind und waren immer weiß."

Hoffe, es hilft dir weiter...

Viele Grüße, Matthias

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #83 am: 05. März 2011, 23:52:45 »
#83: Re: Das Geldrätsel und Tina Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 06 Oct 2010 15:03
    —

Quote:
Neuer
Hallo Rudi, wie es der Zufall so will, ist Creutz gerade das Thema bei liebeangelamerkel.de:



Hallo Matthias,

die von Dir angegebene Seite von Herrn Brichta hatte ich schon mal überflogen, war jedoch über den dort gepflegten polemischen Umgangston „irritiert“. Ich habe mir die 10 Seiten ausgedruckt und auf ihren Gehalt an brauchbaren Sachinformationen untersucht. Diese bekäme man bequem auf einer Seite unter.

Auch wenn z.B. das Zitat von Herrn Rudi Czop sehr amüsant zu lesen und auch zutreffend ist, so finde ich es in Bezug auf die Arbeit von Herrn Creutz doch nicht unbedingt angemessen. Die eingeengte Sichtweise von Herrn Creutz möchte ich damit nicht in Abrede stellen. Seine eigenen Formulierungen rufen vielleicht auch zu diesen Reaktionen auf.

Diese Art von Auseinandersetzung möchte ich eigentlich nicht führen.
In meinem nächsten Teilfilm werde auch ich einer näheren Beschreibung des Begriffes Geld nicht entgehen können.
Schaun wir mal.

Trotzdem danke für Deinen Hinweis und noch eine schönen Tag 

Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #84 am: 05. März 2011, 23:52:58 »
#84: Re: Das Geldrätsel und Tina Author: Neuer, Location: Lübeck  Posted: 06 Oct 2010 16:00
    —
Änderung Admin: Zitat gekennzeichnet.

@Rudi
Mumken wrote:
Zitat
... war jedoch über den dort gepflegten polemischen Umgangston „irritiert“.


Stimme dir da voll und ganz zu. "diese von Inzucht geschädigten Hirten" ist sicher mehr als überflüssig. Aber die Aussage an sich ist schon richtig. Es geht mir, was den Ton betrifft, zuweilen auch mit Brichta so. Andererseits bewundere ich die Engelsgeduld, mit der er sich der Diskussion stellt. Denn leider werden nur selten stichhaltige Argumente vorgebracht (in einem Buch von dem und dem steht...).
Ich möchte nicht wissen, wie oft er als "Scharlatan" hingestellt wird. Ich würde vermutlich auch nicht immer sachlich und ruhig bleiben können...
Mumken wrote:
Zitat
In meinem nächsten Teilfilm werde auch ich einer näheren Beschreibung des Begriffes Geld nicht entgehen können.


Da musst du durch.  




@ Tommy

Danke für die immer wieder interessanten Bücher, Unterlagen, Links etc. zu dem Thema. Man ist doch erstaunt, wie viel sich finden lässt...


Gruß, Matthias

« Letzte Änderung: 11. März 2011, 19:54:08 von Admin »

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #85 am: 05. März 2011, 23:53:07 »
#85: Rudi-Support :D Author: Neuer, Location: Lübeck  Posted: 06 Oct 2010 19:33
    —
Hallo Rudi,

hier ein wenig Unterstützung bei deinem Vorhaben... speziell den Punkt betreffend, "dass eine Geldschöpfung der Geschäftsbanken nicht existiert."
Ich hatte bereits einen Link zu dem Dokument der BUNDESBANK gepostet. (Ich blicke ja z.T. selber schon nicht mehr durch  , also will ich es gerne noch einmal tun... )

Lade dir bitte die folgenden pdf-Dateien herunter (es sind OFFIZIELLE Dokumente der BUNDESBANK. Dort findest du eine genaue Beschreibung der Geldschöpfung durch Banken):


Deutsche Bundesbank
Geld und Geldpolitik

http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_gesamt.pdf


Deutsche Bundesbank
Geld und Geldpolitik - Kapitel 4: Das Bankensystem

http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_04.pdf


Deutsche Bundesbank
Geld und Geldpolitik - Die Banken Als Geldproduzenten (Schulungsunterlagen)

http://www.bundesbank.de/download/bildung/kapitel4.pdf




ZITAT aus Kapitel 4:

4.4 Geldschöpfung der Banken

Geld entsteht durch „Geldschöpfung“. Sowohl staatliche Zentralbanken als auch private Geschäftsbanken können Geld schaffen. Im Eurosystem entsteht Geld vor allem durch die Vergabe von Krediten, ferner dadurch, dass Zentralbanken oder Geschäftsbanken Vermögenswerte ankaufen, beispielsweise Gold, fremde Währungen, Immobilien oder Wertpapiere. Wenn die Zentralbank einer Geschäftsbank einen Kredit gewährt und den Betrag auf dem Konto der Bank bei der Zentralbank gutschreibt, entsteht „Zentralbankgeld“. Die Geschäftsbanken benötigen es zur Erfüllung ihrer Mindestreservepflicht, zur Befriedigung der Bargeldnachfrage und für den Zahlungsverkehr.

Die Geschäftsbanken schaffen Geld durch Kreditvergabe.

Die Geschäftsbanken können auch selbst Geld schaffen, das sogenannte Giralgeld. Der Geldschöpfungsprozess durch die Geschäftsbanken lässt sich durch die damit verbundenen Buchungen erklären: Wenn eine Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit gewährt, dann bucht sie in ihrer Bilanz auf der Aktivseite eine Kreditforderung gegenüber dem Kunden ein – beispielsweise 100.000 Euro. Gleichzeitig schreibt die Bank dem Kunden auf dessen Girokonto, das auf der Passivseite der Bankbilanz geführt wird, 100.000 Euro gut. Diese Gutschrift erhöht die Einlagen des Kunden auf seinem Girokonto – es entsteht Giralgeld, das die Geldmenge erhöht. Das so geschaffene Giralgeld kann der Bankkunde nutzen, um den Kauf von Waren und Dienstleistungen zu bezahlen. Auf den ersten Blick könnte man meinen, der Kreditkunde sei durch die Geldschöpfung reicher geworden. Doch dem ist nicht so. Denn seinem durch die Kreditaufnahme entstandenen Guthaben steht eine gleich hohe Verbindlichkeit gegenüber, nämlich die Pflicht, den Kredit wieder zu tilgen. Zudem muss er für den Kredit fortlaufend Zinsen zahlen.
...
Wird der Kredit getilgt und nicht durch einen neuen ersetzt, dann wird das durch ihn geschaffene Geld dem Kreislauf wieder entzogen. Im Fachjargon wird dies als „Geldvernichtung“ bezeichnet.



WER ALSO IMMER NOCH BEHAUPTET, DIESE ART DER GELDSCHÖPFUNG EXISTIERE NICHT, DEM IST WOHL BEIM BESTEN WILLEN NICHT MEHR ZU HELFEN!

(Und insofern erklärt sich vielleicht auch der unpassende Ton, der zuweilen angeschlagen wird. Denn früher oder später stellt man sich doch die Frage, WIESO werden selbst von der BUNDESBANK geschilderte Vorgänge von anderen als "Unsinn", "Volksverdummung" oder sonstiges bezeichnet? Wieso werden aus allen möglichen Richtungen unaufhörlich Nebelkerzen geworfen, statt die Aufklärung voranzutreiben??? Vielleicht wirst auch du eines Tages entnervt einen anderen Ton anschlagen, wenn du immerfort mit den dümmsten Argumenten konfrontiert, und darüber auch noch verunglimpft wirst ... ?)


Diese Dokumente sollten genügen, um deine Filme (diesbezüglich) auf ein seriöses Fundament zu stellen. 


Beste Grüße, Matthias

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #86 am: 05. März 2011, 23:53:17 »
#86: Re: Rudi-Support :D Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 06 Oct 2010 22:15
    —

Neuer wrote:
Hallo Rudi,

hier ein wenig Unterstützung bei deinem Vorhaben... speziell den Punkt betreffend, "dass eine Geldschöpfung der Geschäftsbanken nicht existiert."

.....

Guten Abend Matthias,

vielen Dank für Deine Links und Denkanstöße. Ich halte auch die Veröffentlichungen der Bundesbank für eine seriöse Informationsquelle. Die Links hattest Du mir bereits einmal genannt. Diese hatte ich mir heruntergeladen und auch ausgedruckt.
Abgesehen von der Selbstdarstellung der Bundesbank in Bezug auf die Geldüberprüfung, Geldvernichtung und ähnliche Nebensächlichkeiten ist der sonstige Inhalt m.E. gut beschrieben und auch zutreffend.
Auch die Arbeitsanweisungen für den Schulunterricht habe ich mir aufmerksam durchgelesen.
Dies alles als Fehlinformationen darzustellen, wie bei Herrn Creutz vorzufinden, halte ich für nicht haltbar.
Zu Gunsten von Herrn Creutz gehe ich davon aus, dass er sich seine Ansichten ja auch nicht aus den Fingern gesogen hat sondern größtenteils von für ihn kompetenten Fachleuten übernommen hat. Dies bezieht sich z.B. auf die Aussage, dass zuerst Geldvermögen angespart und erst danach in Form von Krediten verliehen wird. Diese Betrachtungsweise gilt es näher zu untersuchen und nicht nur unbesehen als von dem „unbestrittenen Fachmann XY“ zu übernehmende Feststellung darzustellen.
Herr Creutz spricht zwar die Notwendigkeit eines Fundamentes für den Hausbau an, hat jedoch die Baugrunduntersuchung (hier gezielte Auseinandersetzung mit dem Begriff Geld in unserer Realität) vernachlässigt. Das beste Fundament versagt auf einem ungeeigneten Untergrund ( @Tommy, dies bitte nicht als Eingriff in Dein Fachgebiet anzusehen).

Ich beende jetzt meine Überlegungen und werde mich am Freitagabend wieder melden.
Deine Beiträge Matthias sind für mich immer wieder inspirierend, aufmunternd und fordernd. Ich finde das super.
(@Tommy, Dich schließe ich dabei natürlich mit ein).

Bis am Freitag

Grüße an Alle

Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #87 am: 05. März 2011, 23:53:25 »
#87: World debt clock Author: Maraho, Location: Frankfurt/Main  Posted: 09 Oct 2010 7:47
    —
.

Weltweite Staatsschulden bald 40.000.000.000.000 Dollar

Die weltweiten Staatsschulden wachsen um mehrere tausend Dollar - pro Sekunde.
In absehbarer Zeit werden sie die Marke von 40 Billionen Dollar erreicht haben.

Weiterlesen ... http://diepresse.com/home/wirtschaft/international/600609/index.do?_vl_backlink=/home/wirtschaft/index.do

-

World debt comparison
The global debt clock

http://www.economist.com/content/global_debt_clock?fsrc=scn%2Ffb%2Fwl%2Far%2Fdebtclock

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #88 am: 05. März 2011, 23:53:35 »
#88: Issing Author: Mumken, Location: Rheinland- Pfalz  Posted: 10 Oct 2010 11:23
    —
Otmar Issing,
früher EZB-Chefökonom, seit 2007 Berater der US-Bank Goldman Sachs, jetzt Leiter der Expertengruppe „Neue Finanzarchitektur“die im Auftrag der Bundesregierung Reformvorschläge für das internationale Finanzsystem erarbeitet

Issing über die Tücken des Aufschwungs, die Restrisiken der Finanzkrise und die Fehler der Notenbanken. (Wirtschaftswoche 10.10.2010)

http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/auf-wackligem-fundament-417260/

Selten ein nichtssagenderes Interview gelesen, interessant jedoch:

Wie Goldman Sachs den Griechen half, Schulden zu verschleiern. (Baseler Zeitung 15.02.2010)

http://bazonline.ch/wirtschaft/konjunktur/Wie-Goldman-Sachs-den-Griechen-half-Schulden-zu-verschleiern/story/13132527

Ein (Schelm?), wer Böses dabei denkt? 

Beste Grüße

Rudi

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Re:Unser Geldsystem
« Antwort #89 am: 05. März 2011, 23:53:44 »
#89: Otmar Issing Author: Maraho, Location: Frankfurt/Main  Posted: 10 Oct 2010 11:38
    —
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Rudi, ich habe mal gekramt und bin auf den "NachDenkSeiten" fündig geworden. Ist zwar politisch nicht meine Richtung, das Programm dort, aber als Ergänzung vielleicht brauchbar, folgende Ausführung ...

„Aufgeblähtes Wachstum“

Zum Text ... http://www.nachdenkseiten.de/?p=5958


Gruß aus Frankfurt ...